Revolution Studium –

Hochschulen denen, die darin lernen!

Jetzt ist unsere Chance, etwas zu verändern!

Das Hochschulgesetz in Sachsen wird aktuell novelliert. Wir sind der Meinung, dass dies auch im Sinne derer passieren muss, die in den Hochschulen lernen - und arbeiten! Daher fordern wir die lang versprochene echte Revolution unseres Studiums! Denn nur wenn sich die gesetzlichen Grundlagen grundsätzlich ändern und sich nach unseren Bedürfnissen orientieren, kann ein zeitgemäßes Studium in Sachsen ermöglicht werden. Dazu gehören gute Lehre und Studienbedingungen sowie mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten! Die Hochschulen müssen sich dabei nicht nur ihrem gesellschaftlichen Auftrag bewusst werden, sondern konkrete Maßnahmen treffen, um so mehr in den wissenschaftlichen Diskurs umstrittener Themen einzusteigen. Doch nicht nur in Anbetracht der aktuellen Klimakrise und dem starken Eintreten für Frieden besteht Handlungsbedarf in Sachsens Wissenschaftseinrichtungen - Bildung und Forschung muss chancengerecht, barrierefrei, und divers sein!

Daher haben wir uns als Bündnis von Studierendenschaften, Partei- und Gewerkschaftsjugenden zusammen getan und bringen unsere Vorschläge für ein zeitgemäßes Hochschulgesetz im aktuellen Gesetzgebungsprozess ein!

Helft uns dabei und verbreitet unser Anliegen! Teilt unsere Inhalte auf Social Media oder wendet euch direkt an eure Abgeordnen! Das könnt ihr mit unserem Formular unten auf dieser Webseite easy innerhalb von 5 Minuten erledigen.

Auf die Straße!

Am 17. Oktober hieß es: Zeit für Demos! In Dresden direkt vor der Staatskanzlei und in Leipzig auf dem Campus der Uni haben wir klar gemacht, dass wir nicht weiter still sein werden. Wir danken für die zahlreichen Studis, Mitarbeitenden und solidarische Menschen, die für ein zeitgemäßes Hochschulgesetz einstanden.

Lasst uns jetzt selbst solidarisch sein: Wir rufen zur Demo für faire Lehre an Sachsens Musikhochschulen auf!

  • Wann? Montag, 21. November 2022 um 11.55 Uhr
  • Wo? Vor dem Sächsischen Landtag

Kommt vorbei und bringt eure Kommiliton*innen mit!

Podiumsdiskussionen und weitere Veranstaltungen

  • Podiumsdiskussion zum neuen Hochschulgesetz – mit denen, die es betrifft.
    Wir haben mit denen diskutiert, die die Änderungen im Gesetz direkt betreffen! Auf dem Campus der Uni Leipzig kamen wir am 14. Oktober 2022 mit Dr. Andrea Diekhof (StuWe Leipzig), Dr. Mathias Kuhnt (Mittelbau) und Felix Fink (KSS) ins Gespräch. Konsens der Diskussion war, dass das Gesetz im Sinne derer geschrieben werden muss, die davon betroffen sind. Wir haben die Diskussion gestreamt und sie kann auf Youtube erneut angesehen werden.
  • Podiumsdiskussion zum neuen Hochschulgesetz – mit denen, die es schreiben.
    Natürlich möchten wir aber auch die Politiker*innen ausquetschen, was sie sich bei dem neuen Gesetzestext so gedacht haben und wie sie die Interessen der Studis dabei verwirklicht sehen! Wir haben alle hochschulpolitischen Sprecher*innen der demokratischen Landtagsfraktionen zum Gespräch eingeladen!
    • Wo? Dülfersaal der TU Dresden (Dülferstraße 2, 01069 Dresden) und im Stream auf Youtube
    • Wann? 22. November 2022 um 16 Uhr
  • Kritische Lesung Sächsisches Hochschulgesetz – mit Rechtsanwalt Thomas Neie
    Außerdem organisiert die GEW Sachsen eine kritische Lesung zum Hochschulgesetz mit Rechtsanwalt Thomas Neie, welcher seit Jahren im Hochschulrecht tätig ist.
    • Wo? Online, zur Anmeldung gehts hier!
    • Wann? 14. November 2022 um 17 Uhr

Unsere Forderungen

Die ausführliche Position der KSS zum neuen Gesetzesentwurf ist in deren Stellungnahme zusammengefasst.

  • Überforderung, Leistungsdruck, zu viele Onlineformate, Abhängigkeiten von Profs... Ein Studium soll studierbar sein und nicht die Ursache von psychischen Problemen oder gar mentalen Zusammenbrüchen! Dafür müssen die Rahmenbedingungen des Studiums in Sachsen so gestaltet sein, dass sie auch den Bedürfnissen von uns Studierenden entsprechen. Wir sind der Meinung, dass sich die Studienbedingungen nicht um ein möglichst effizientes Abfertigen von Studienabschlüssen mit so hohem Leistungsdruck wie möglich drehen sollten – sondern um unsere individuelle Bildung und Persönlichkeitsentwicklung!

    Daher fordern wir:

    • Unbegrenzte Prüfungsverusche
    • Ausreichen eines Krankenscheines zur Prüfungsabmeldung
    • Ausschluss von Anwesenheitspflichten
    • Digitalisierung nach unseren Bedürfnissen und ohne Überwachung
    • Mehr Möglichkeiten zum Ausprobieren bedürfnisgerechter Studienbedingungen durch Erweiterung der Experimentierklausel

  • Auch wir Studis brennen für unser Studienfach! Deswegen muss die Lehre an den Hochschulen auch qualitativ hochwertig gestaltet werden. Wir haben keinen Bock mehr auf die zehnte Evaluation von Lehrveranstaltungen, deren Ergebnisse sowieso nur ignoriert werden. Wir wollen wirkliche Verbesserungen der Lehre und ein verpflichtendes Qualitätssicherungsverfahren? Außerdem kann gute Lehre nur ermöglicht werden, wenn unsere Lehrenden auch mit guten Arbeitsbedingungen beschäftigt werden.

    Daher fordern wir:

    • Echte Konsequenzen aus den Evaluationsergebnissen
    • die Pflicht zur sogenannten Akkreditierung, dem bundesweit einheitlichen Qualitätssicherungsverfahren
    • gute Beschäftigungsverhältnisse für unsere Lehrenden
  • Wieso dürfen Profs eigentlich immer alles beinahe im Alleingang entscheiden? Wie wäre eine Hochschule, in der alle gemeinsam an Entscheidungen zur Ausrichtung der Lehre, Forschung und Entwicklung gleichberechtigt mitarbeiten? Wir Studis sind mit Abstand die größte Mitgliedergruppe und haben dennoch kaum Rechte zur Beteiligung an den Belangen, die uns maßgeblich betreffen. Auch wir wollen bei der Entwicklung der Forschung und Lehre an unseren Hochschulen mitwirken! Denn eine Weiterentwicklung funktioniert viel besser, wenn alle Perspektiven einbezogen werden und Entscheidungen von allen mitgetragen werden.

    Daher fordern wir:

    • Transparenz in der Hochschulleitung durch öffentliche Gremientagungen und niedrigschwelligen Zugang zu allen Protokollen
    • größere Beteiligung von Studierenden und Wertschätzung des studentischen Engagements
    • gleichberechtigte Entscheidungsrechte für alle Mitgliedergruppen der Hochschule
  • In Hochschulen sollten sich alle wohl fühlen! Und es muss vor allem jede*r Studierende*r die gleichen Voraussetzungen im Studium haben. Es mangelt noch immer viel zu sehr an Chancengerechtigkeit, Barrierefreiheit und Angeboten, die ein flexibles Studium, z.B. mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen, ermöglichen. Diskriminierung gehört zum Alltag vieler Studis, Angst sich das Studium bald nicht mehr leisten zu können ebenso. Wir wollen mehr Sicherheiten und Gerechtigkeit im Studium!

    Daher fordern wir:

    • Wirkliche Geschlechtergerechtigkeit durch z.B. paritätische Besetzung der Gremien, Berufung nach Quote und einen geschlechtsunabhängigen Studienalltag
    • mehr Barrierefreiheit
    • die Abschaffung aller Studiengebühren
    • einen wirksamen Diskriminierungsschutz für Studierende (nach AGG)
    • alle Studiengänge auch in Teilzeit
    • gute Beschäftigungsverhältnisse für Studierende
    • Ausfinanzierung von studentischen Wohnheimen, Mensen und psychosozialer Beratung
    • Berücksichtigung aller besonderen Lebenslagen von Studierenden bei wichtigen Entscheidungen und Auslegungsfragen im Studien- und Prüfungsbetrieb
  • Wir haben keine Lust mehr, dass sich Hochschulen mit der Ausrede des Neutralitätsgebotes zurückhalten! Seriöse Wissenschaft muss wissenschaftsfeindlichen Tendenzen entschlossen entgegentreten. Sächsische Hochschulen sollten viel mehr in der Gesellschaft mitmischen und konkrete Maßnahmen treffen, um faktenbasierte Diskurse anzuregen! Die Klimakatastrophe ist bereits greifbar und die Hochschulen schlagen bei weitem nicht genug Alarm – das sollte sich zwingend ändern. Hochschulen müssen bis 2030 Klimaneutralität erreichen. Außerdem sind Bildungseinrichtungen keine Unternehmen – anstelle wirtschaftlicher müssen gesamtgesellschaftliche Interessen im Vordergrund stehen!

    Daher fordern wir:

    • Verpflichtende Erarbeitung und Evaluation von Nachhaltigkeitsstrategien für die Hochschule
    • Einführung von hauptamtlich tätigen Nachhaltigkeitsbeauftragten
    • Errichtung von studentisch geleiteten Green Offices
    • Möglichkeiten zum Entgegenwirken der Klimakatastrophe als Schwerpunkt in Lehre und Forschung
    • Die Einführung einer Zivilklausel gegen militärische Forschung
    • Staatliche Ausfinanzierung anstelle zu starkem wirtschaftlichen Einfluss auf die Hochschulen

Mitmachen - Druck erhöhen

Wir wollen, dass Hochschulen ihrer Verantwortung gerecht werden. Wer wenn nicht die Wissenschaft, kann sich sowohl für mehr Einsatz fürs Klima, gegen Querdenker*innen oder Diskriminierungen aller Art einsetzen?! Außerdem sind gute Studienbedingungen einfach nicht verhandelbar. Seht ihr auch so? Wendet euch doch direkt an eure Abgeordneten und macht sie auf unser Anliegen aufmerksam!


Was belastet dich im Studienalltag am meisten? Was wünschst du dir vom neuen Hochschulgesetz? Hier kannst du aus unserem Forderungskatalog auswählen, was dich am meisten beschäftigt. Du kannst bis zu drei Themen wählen.



Wieso ist dir dieses Anliegen wichtig? Damit wir nicht nur Spam erzeugen, bitten wir Dich, kurz zu beschreiben, was dir die ausgewählte Forderung bedeutet. Das kann ein persönlicher Bericht sein (z.B. Diskriminierungserfahrungen, Probleme im Studienablauf oder eine Begründung, warum Hochschulen sich z.B. fürs Klima stark machen müssen)

Eine Aktion von: